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Coaching - Beratung - Therapie   Ute Wolpensinger

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  • Ein prägendes Erlebnis

    Es war einer meiner ersten Urlaube, die ich in dem kleinen ägyptischen Ort Dahab auf dem Sinai verbrachte.

    Ich saß in einem kleinen Straßencafe. Wie so oft am frühen Abend trank ich mitten an der belebten Straße einen Tee. Gerade grübelte ich über verschiedenste Dinge meines Lebens nach, die im Augenblick nicht richtig zusammen passen wollten, als Gamal, ein mir bekannter älterer Straßenhändler, neben meinem Tisch stehen blieb. Er schaute mich nachdenklich an und fragte ob es mir gut ginge. Sonst würde ich doch immer strahlen wie die Sonne, aber heute........

    Ich antwortete ihm, dass ich Probleme hätte, und gerade über diese nachdachte.

    Voller Überzeugung erklärte er mir: „Probleme gibt es nicht!“

    Ein wenig ärgerte ich mich über ihn. Natürlich gibt es Probleme und davon habe ich genug, antwortete ich ihm.

    Probleme gibt es nicht! Er blieb dabei!

    Ich versuchte mich zu rechtfertigen und zählte ihm einige meiner Probleme auf.

    Wortlos setzte er sich zu mir an den Tisch. Mit fast verklärter Stimme und einem magischen Lächeln erklärte er es mir langsam aber sehr eindringlich ein weiteres Mal.

    „Probleme gibt es nicht!
    Dinge die Du ändern kannst, müssen nicht dein Problem sein.
    Dinge, die Du nicht ändern kannst, musst Du akzeptieren. Es ist dann nicht deine Aufgabe, sondern vielleicht die eines anderen Menschen, der dafür sorgen kann, dass es kein Problem ist.

    Wenn Du darüber nachdenkst wirst Du sehen, dass auch Du keine Probleme mehr findest.“

    Ehe ich dazu etwas sagen konnte, stand er auf und ging in seinen kleinen Laden auf die andere Seite der Straße zurück.

    An diesem Abend saß ich bis spät in die Nacht am Strand und sortierte meine „Probleme“.

    Es blieben nur sehr wenige Dinge übrig und bei diesen wusste ich nur noch nicht wie ich sie ändern würde. Dass sie zu ändern waren, wenn ich es wirklich wollte, war mir mit einem Mal klar geworden.

    Jahre später las ich in einem Studienheft das Gebet von F.Oetinger (1702- 1782)

    „Gott gebe mir, die Kraft, die Dinge zu ändern, die ich ändern kann, die Gelassenheit, die Dinge zu akzeptieren, die ich nicht ändern kann, und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.“

    Ich lächelte wissend. Wie nahe die Kulturen doch miteinander verbunden sind.........

    Beim Sortieren Ihrer „Probleme“ und bei der Suche nach den Änderungsmöglichkeiten der Dinge, stehe ich Ihnen gerne zur Seite.

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